Höhere AfA: Wie ein Gutachten die Restnutzungsdauer begründet
Die typisierte Abschreibung kann im Einzelfall zu niedrig sein. Ein Gutachten zur Restnutzungsdauer kann eine höhere AfA begründen.
Was ist die AfA bei Immobilien?
Die Absetzung für Abnutzung (AfA) ermöglicht es Vermietern, den Gebäudewert ihrer Immobilie über die Nutzungsdauer steuerlich abzuschreiben. Bei vielen Wohngebäuden gilt typisiert eine AfA von 2 %. Ein Gutachten kann eine kürzere tatsächliche Nutzungsdauer darlegen. Ob das Finanzamt sie anerkennt und wie hoch der AfA-Satz dann ausfällt, entscheidet sich im Einzelfall.
Rechenbeispiel: ETW in München
| Position | Ohne Gutachten | Mit Gutachten |
|---|---|---|
| Kaufpreis | 500.000 € | 500.000 € |
| Gebäudeanteil (70 %) | 350.000 € | 350.000 € |
| AfA-Satz | 2,0 % | 4,0 % |
| Jährl. Abschreibung | 7.000 € | 14.000 € |
Für welche Immobilien lohnt es sich?
- Altbau vor 1990 — möglicherweise kürzere Restnutzungsdauer
- Vermietete Immobilie — AfA gibt es nur bei vermieteten oder betrieblich genutzten Gebäuden
- Hoher Gebäudeanteil — die AfA bemisst sich am Gebäudewert, nicht am Grundstücksanteil
- Sanierungsbedürftig — fehlende Modernisierung kann die Restnutzungsdauer beeinflussen

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