Wohnfläche falsch berechnet? Rechte für Mieter und Vermieter
Abweichende Wohnflächenangaben in Mietverträgen sind häufig. Was Mieter und Vermieter wissen müssen.
Die 10-Prozent-Regel
Nach der Rechtsprechung des BGH kann bei einer Wohnfläche, die mehr als 10 % kleiner ist als im Mietvertrag angegeben, ein Mangel vorliegen und eine Mietminderung in Betracht kommen. Für Mieterhöhungen ist dagegen die tatsächliche Wohnfläche maßgeblich; gesetzliche Grenzen wie die Kappungsgrenze bleiben zu beachten.
- Mietminderung möglich (bei mehr als 10 % Abweichung)
- Rückforderung zu viel gezahlter Miete (3 Jahre)
- Betriebskosten-Korrektur
- Mieterhöhung nach tatsächlicher Fläche prüfen
- Betriebskosten-Verteilung prüfen
- Verkaufsunterlagen korrekt darstellen
Häufige Fehlerquellen
- Dachschrägen: Flächen unter 1 m bzw. zwischen 1–2 m werden falsch angerechnet
- Balkon/Terrasse: Falsche Anrechnung (25 % statt 50 % oder umgekehrt)
- Keller: Wird als Wohnfläche gezählt, obwohl er nicht anrechenbar ist
- Veraltete Pläne: Umbau oder Renovierung wurde nie in der Berechnung berücksichtigt
- Norm-Verwechslung: DIN 277 und WoFlV werden gemischt

Wohnfläche professionell berechnen lassen
Unsere Sachverständigen berechnen Ihre Wohnfläche nach WoFlV — für Bank- und Finanzamtsunterlagen aufbereitet. Preis nach Objektumfang.
Zur WohnflächenberechnungHaben Sie Fragen?
Sachverständigenbüro · Antwort i. d. R. innerhalb von 2 Stunden · Festpreis